Den Mittelpunkt der Hotelanlage bildet eine 1870 erbaute Jugendstil-Villa. Zwischen 1908 und 1913 legte man den anschließenden Park mit seinem heute wertvollen Baumbestand an. Die Fassade der Villa wurde im Geschmack des Jugendstils mit weißen und farbigen Verblendern gestaltet, das Dach mit farbig glasierten Dachziegeln eingedeckt. Diese ursprüngliche flächendeckende Keramik-Fassaden-Gestaltung stellt eine Meißner Besonderheit des Jugendstils in Deutschland dar.
Bauherr der Villa war der Chemiker Kommerzienrat Dr. Felix Ohm, welcher vor allem an diesem Bauwerk die in seinem Meißner Unternehmen, der „Bidtelia“, hergestellten witterungsbeständigen keramischen Farben und Glasuren zur Geltung brachte, um mit seiner „Porzellan-Villa“ oder „Ohmschen Villa“, wie sie der Volksmund nannte, für Baukeramik dieser neuen Art wirkungsvoll zu werben. Ihm schwebte vor, mit den Erzeugnissen seines Unternehmens wieder Farbe in das trostlose Einerlei der städtischen Straßen zu bringen. Die „Ohmsche Villa“ galt seinerzeit als eine der touristischen Attraktionen der Stadt Meißen.
In der Zeit nach 1945 wurde die „Ohmsche Villa“ als sowjetische Kommandantur, als Volkspolizei-Kreisamt sowie als Verwaltungsgebäude der Feuerfestindustrie genutzt. Durch die baulichen Veränderungen nahm die Villa Schaden.
Erst im Zusammenhang mit der Umgestaltung zum Hotel wurde die einstige Pracht der Jugendstil-Villa wieder hergestellt und gibt dem Hotel seit seiner Eröffnung am 01. Dezember 1993 ein besonderes Ambiente.